Facebook bekommt mit Google+ immer mehr Konkurrenz

Kaum eine Woche vergeht in der Facebook nicht wegen mangelnder oder oftmals sogar groben Verstößen gegen die Datenschutzbestimmungen in den Medien erwähnt wird. Dennoch ist Facebook das weltweit größte soziale Netzwerk und bisher nahezu konkurrenzlos gewesen. Schätzungen zufolge gehören mittlerweile weltweit 800 Millionen Nutzer zum Stamm von Facebook. Doch in Form des sozialen Netzwerkes Google+ entsteht nun wirklich zum ersten Mal eine echte Konkurrenz. Zwar kann dieses soziale Netzwerk von Google bisher lediglich auf 50 Millionen Nutzer zurückgreifen, allerdings sollte bei dieser Zahl berücksichtigt werden, dass diese Zahl innerhalb von nur knapp drei Monaten geschafft hat. Stellt man bei dieser Zahl den direkten Vergleich zu Facebook her, so haben diese für diese Marke immerhin dreieinhalb Jahre dafür gebraucht. Vor allem in den USA und in Kanada muss Facebook mit deutlichen Mitgliederverlusten leben. Immer mehr zeichnet sich ab, dass viele Menschen und Nutzer mit der Art und Weise wie Facebook mit ihren Daten umgeht, nicht mehr einverstanden sind. In der Vergangenheit blieben die Nutzer trotz Bedenken wegen Mangel an Alternativen Facebook erhalten. Doch dies hat sich nun geändert und Google+ profitiert davon in ganz erheblichen Maße.

Dieser Trend kann sicher auch bald nach Europa überschwappen. Immer mehr europäische Länder fordern von Facebook die Einhaltung der hier geltenden Datenschutzregelungen. Bisher versteckte sich Facebook immer in seinem europäischen Sitz in Irland und berief sich stets darauf, die dort gültigen Datenschutzregelungen zu beachten. Doch auf Druck vieler anderer europäischen Länder und deren Datenschutzbeauftragten wird sich nun auch der irische Kollege genauer dem Thema Facebook widmen. Der stellvertretende irische Datenschutzbeauftragte Gary Davis hat bereits damit begonnen, die Aktivitäten von facebook.de außerhalb von Nordamerika genauer zu beleuchten. Die Iren betonen auch klar, dass sie nicht nur den Hinweisen und Beschwerden von Nutzern nachgehen werden, sondern tiefer in das Geschehen eintauchen. Die Praktiken von Facebook zur Speicherung und Sammlung von persönlichen Daten soll genau untersucht werden.

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